Toponomastik im Tourismus

Wir in Südtirol haben es schon schwer! Besonders wenn man Online-Projekte umsetzen will. Wir brauchen alles in 3 Sprachen. Wie oft würde ich gerne mit einem US-Amerikaner tauschen, die Webseite gibt es in Englisch und basta! Auch die Politik will das Thema Toponomastik nicht so recht angreifen.

Mir fehlt aber eine klare Regelung von der SMG wie wir es im Tourismus anwenden sollen. Italienisch ist schon klar, da haben wir ja die tollen Namen von Tolomei. Was machen wir aber in der englischen Sprache, wie vermarkten wir uns da? Südtirol heißt South Tyrol, alles klar! Nennen wir uns aber Kronplatz oder Plan de Corones. Bruneck oder Brunico? Auch die SMG kommt mir vor hat da kein klares Konzept bzw. fehlt die Kommunikation, bzw. gibt oder gab es eine?

Auf suedtirol.info arbeitet man mit beiden Versionen. Ich kann keine klare Linie erkennen, dazu wird bei den örtlichen Tourismusvereienen und Verbänden auch noch unterschiedlich gearbeitet.

Hier einige Beispiele:

Meran ist mulitkulti – ein Gast kann eventuell auf einen Tippfehler schließen mit dem o am Ende

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In der Landkarte sind fast alle Orte auf Italienisch. Der Kronplatz aber nicht

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Bruneck z.b wird mit Brunico beworben

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Auf der bruneck.com spricht man aber von Bruneck

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…es gibt noch unzählige Beispiele.

Ich wünschte mir eine Vorgabe der SMG. Wenn man z.b. den englischen Markt mit Plan de Corones bewirbt dann ist der Name Kronplatz wohl fehl am Platz. Es gibt sicherlich noch schwerwiegendere Beispiele.  Bei Bruneck kann man vielleicht noch etwas mit Bruneck anfangen. Was ist aber mit Olang. Auf italienisch heißt das Valdaora. Glaube kaum, daß jemand von Olang auf Valdaora schließt.

Hier müsste man mal dringend aufräumen, bzw. eine klarer Leitfaden ausgearbeitet werden. Unterm Stich splittet man den Marketingergebnis…. Aber wahrscheinlich bekommen wir vom Land sowieso nochmal 2 Mio. Euro :) (das meinte ich mit Verbesserung der Effizienz…)

Lesetipp für’s Wochenende:

tourismus-zukunft.de beschäfftigt sich mit Engl & Co. :)


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5 Reaktionen zu “Toponomastik im Tourismus”

  1. Stephan

    Ich persoenlich nutze im englischen immer den italienischen Namen, da sie auch so in Virtual Earth und Google Maps zu lesen sind. Die SMG sollte vieleicht ein wenig der Energie die sie in das aufspueren und das durchsetzen von Logo Fehlern auch in diesen Bereich investieren.

    Das groesste Problem, die Sache wird viel zu schnell politisch und dann schreien alle wieder rum. Fuer mich persoenlich sind die zwei Namen so schon immer ein Problem, als Tourist waere es die Hoelle und als SEO ist die Sache genial.

  2. Evelin

    Die SMG hat höhere Ziele und deshalb haben wir viele viele kleine Probleme…

  3. Haiko

    Auf Deiner Website des Elterlichen Hotels hast Du aber auch alle Versionen …

    Gehe Doch da mal mit bestem Beispiel voran ;)

    Setze ein Zeichen !

  4. admin

    lieber Haiko. das hat schon seinen Grund. Aber zu SEO und Suchvolumen hast du sicherlich auch noch einen guten Tipp. Werden sicherlich einige Fehler auf der Seite sein. Der Content kommt vom Übersetzer und ich habe bei verschiedenen Seiten den Namen geändert um eben so viel als möglich Zugriffe abzugrasen(darüber machen sich Übersetzer weniger GEdanken). Zudem hat glaube ich eine kleines Familienhotel nicht die Aufgabe als Beispiel voran zu gehen.

    Du entwickelst dich ja langsam zum Südtirol Experten. Schon mal über einen Beraterjob bei uns in Südtirol nachgedacht???

  5. Haiko

    Aus Sicht eines Gastes, der niemals Befangen ist, jedoch seine Vorlieben durchaus hat, gerne …

    Was SEO angeht kenne ich mich technisch nicht aus, gebe aber gerne zu, dass ich meine erste Website vor 11 Jahren (Auto und -teile Verkauf) auch mit den irrsten Themen und Worten für eine Gute “Findbarkeit” ausgestattet hatte. (Das Thema hattest Du auch schon mal (XXX Wörter)).

    Ich betrachte die derzeit in Euren Blogs zu diskutierenden Themen etwas neutraler, verstehe und respektiere jedoch sehr die Sicht…

    International betrachtet und vorallem aus wirtschaftlich strategischen Gründen, wird auf die italienischen Begriffe (Valdaora oder Val Pusteria usw.) nicht verzichtet werden können. Diese Begriffe gibt es ja nun mal, zum Leidwesen der eigenen Bevölkerung, schon seit der Gründerzeit des Tourismusbetriebs in der gesamten Region. Wollte man diese plötzlich abschaffen, würden selbst der Großteil der Deutschen nicht mehr wissen wo Olang usw. liegt … Das ist eine Tatsache, leider.

    In vielen deutschen Prospekten namhafter Anbieter von Reisen steht “Valdaora – Olang” usw. …

    Die allerwenigsten in D kennen sich mit der Geschichte aus, deshalb ist es für die meisten ein Urlaub in ITA.

    Das ist auch der einzige plausible Grund, weshalb sich Eure Tourismus Bonsen diesen Irrglauben mit Ihren derzeitigen Werbeaktionen zu nutze machen wollen… (siehe Themen anderer Südtirol Blogs)

    In meinen Augen eine Schritt in die falsche Richtung, Für Südtirol als Südtirol.

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