Darum macht Twitter Sinn

19. April 2010 von admin

Viele Rätseln immer noch über den Sinn bzw. Unsinn von Twitter. Ich persönlich nutze es sehr gerne.

Man weiß was auf Konferenzen so los ist ohne eingeladen zu sein. Grüße hierbei an Domink von Travelcharme.

Zusätzlich kann man Keywörter abonnieren wozu getwittert wird. Beispiel: Jemand sucht über Twitter ein Hotel in Bozen, oder braucht ähnliche Informationen. Und genau hier muss der Hotelier einspringen. Eventuell direkt ein Angebot mitteilen, oder den Gast die nötigen Infos zutwittern. Der Gast wird sich über die Information freuen und wieso nicht demnächst bei dem Hotelier in Urlaub verbringen… Natürlich funktioniert es besser bei größeren Städten. Aber jetzt ist schon möglich die Leute zu lokalisieren von wo sie gerade twittern, also kann ich mir die Leute auch schon georeffernziert aussuchen und nicht nur über Keywords. Ob jetzt Nutzen- und Kostenrechnung passt,  muss sich jeder selber beantworten.

Aber wenn man gern Twittert dann macht man das auch gerne. Und wie viele Sachen macht man aus Spass wo aber die Kosten-Nutzen Rechnung nicht stimmt. Ich denke da an stundenlange Gasthausbesuche etc :) Obwohl… im Gasthaus habe ich schon ganz gute Kontakte gemacht :)   Und hier kommt dann wieder Twitter in’s Spiel. Wie pflege ich meine Kontakte wenn jemand 1000 Kilometer weit weg sitzt? Natürlich mit Twitter…

Was in Zukunft noch in’s Spiel kommen wird, ist die Kombination zwischen Google und Twitter. Google versucht immer mehr Richtung Livetime-Suche zu gehen. Und das gelingt schon ganz gut… Hier ein Beispiel welches mit der Zugkatastrophe im Vinschgau zu tun hat (an der Stelle auch mein Beileid…).

Hier habe ich ein Suchergebnis mit dem Keyword Südtirol am Tag des Unglückes

google-twitter

Rot oben haben wir die News Beiträge. Gut da kommt kein Hotlier so leicht rein,  der Bereich ist den Zeitungen vorbehalten. Grün sind nun Twitterbeiträge, darunter auch einer von mir als Hanspeda. Also ich bin bei dem Topkeyword mit meinem Content an vorderster Front. Erst nachher kommt in Lila das erste neutrale Suchergebnis von www.suedtirol.com

Ich weiß nicht was passiert wäre wenn ich einen Blogbeitrag schnell geschrieben hätte. Vielleicht wäre ich dann auch auf Seite 1 gerutscht. Also die klassische Suchmaschinenpositionierung wird es in Zukunft nicht mehr geben. Man kommt auch mit anderen Geschichten an den Portalen vorbei.

Natürlich kommen nun Tweets in das Suchergebnis erst dann rein wenn in kurzer Zeit viel darüber gesucht wird. Ich kann mir gar nicht vorstellen was passieren würde wenn wir nochmal einen 11. September hätten. Wir würden überflutet mit Tweets, Blogposts, News usw… Viel Spaß beim Krisenmanagement.

Mal sehen was die Zukunft noch alles bringt… Als Hotelier reicht es nicht mehr Kochen oder Kellnern zu können, man muss ständig am Puls der Zeit bleiben. Ein paar Gastronomen der älteren Generation tun mir ab und zu schon leid. Man kann den Fortschritt nicht stoppen…

Das war der eMarketing Day der HSMA

12. April 2010 von admin

Der E-Marketing Day der HSMA ist Geschichte. War toller Tag und hat viel Spaß gemacht.

Vor allem weil man die Kollegen der Branche wieder trifft, bzw. neue Kontakte knüpft. Mein Visitenkarten Berg ist schon wieder größer geworden. Interessante Gespräche, gutes Networking und nette Leute.

Meine Bedenken wegen meiner doch undeutlichen Aussprache waren umsonst. Klappte ganz gut. Ab den ersten Moment wo einen die Leute interessiert zuhören dann läuft’s eigentlich immer von alleine. Ein Profi wie Uwe und Olaf bin ich noch nicht in der Präsentation und werde ich auch nicht werden, mein Plus war das ich Beispiele aus der Hotelpraxis präsentieren konnte. Auf XING, Facebook und Twitter habe ich jede Menge Komplimente bekommen. Auch wegen meiner Authentizität. (Während meines Vortrags klingelte das Telefon – Mamma war am Apparat – war der Lacher schlechthin ;)   ) Das nächste Mal vergesse ich auch nicht meine Schuhe und muss so nicht auf Sneakers ausweichen. Ich kam mir vor wie Joschka Fischer :) Aber alles authentisch ;)

Schon interessant wie die Hoteliers in Deutschland SMO angehen. Extrem hängen geblieben ist Twitter bei den Teilnehmern. Ich glaube jedes 5 Hotel wird sich nachher einen Twitteraccount angelegt haben. Ich glaube hier wird falsch angesetzt. Bin aber gespannt wie sie meinen Tip mit den Hotelbewertungen aufgreifen. Bei den 180 Teilnehmern haben circa 20 ein Follow-Up Mail versendet. Also hier sehe ich kurzfristig die Chance für Buchungssteigerung und nicht über Twitter bzw. Twitter ist dann ein anderes Level im SMO. Immer schön Schritt für Schritt. Twitter mag zwar cool sein – füllt mir aber nicht die Betten…

…stimmt so nicht ganz. 2 Frauen aus dem Amadehotel in  Salzburg haben mir erzählt, daß sie 2 Buchungen über Twitter generiert haben. Praktisch hat jemand über Twitter geschrieben wer ein Zimmer hat und sie haben darauf erfolgreich geantwortet. Wird glaube ich aber auch nur in einer größern Stadt funktionieren und nicht auf dem Land.Ganz witzig war, daß mich diese 2 Frauen angesprochen haben weil sie mich in einem Video gesehen haben :) Die Welt ist echt klein

Zurück zu Twitter. Twitter wäre in der Gastronomie sinnvoll, ist mir auf dem eMarketing Day eingefallen. Wieso posten nicht Restaurants zu Mittag ihr Menü in den 140 Zeichen. Ich saß schon oft im Büro und dachte mir was es wohl zum Essen gibt bzw. ob es sich wohl lohnt in die Zone zu fahren :) (vielleicht liest der Chef hier mit, oder ein Stammkunde der es dann als seine Idee beim Chef verkauft ;) )

Ganz toll fand ich zum Schluss die Podiumsdiskussion mit Daniel von Tourismuszukunft, Olaf Nitz von der Österreichwerbung, Uwe Frers von Esacpio/Tripsbytips, und Michael Buller vom VIR (Verband Internet Reisevertrieb). Etwas raunen bei den Zuhörern kam bei meinem Comment auf das SMO sich nicht lohnen würde. Wurde anfangs falsch interpretiert. Hier will ich es noch mal verdeutlichen. Es lohnt sich schon, aber nicht jede Disziplin. Jedes Hotel muss seine Spielwiese finden. Nicht zu jedem passt Twitter nicht  zu jedem Facebook. Auf allen Hochzeiten tanzen wird sehr schwierig. Viele müssen mal eine solide Basis haben bevor sie zum SMO übergehen. Also mal eine ordentliche Homepage etc… Es kann nicht sein das ich die Zugriffszahlen meiner Homepage nicht kenne, im gleichen Zug aber über Twitter spreche…

hsma-foto

Hier ein Bild von der Podiumsdiskussion am Ende. Von links Michael Buller von VIR, Daniel Ammersdorfer von Tourismuszukunft, Olaf Nitz von der Österreich Werbung, meine Wenigkeit und Uwe Frers von Tripsbytips und Escapio

Was habe ich mitgenommen? Neue Kontakte, neue Ansichten und die Erkenntnis das ich/wir auf einen guten Weg sind. Eigentlich meinen viele Leute hier in Südtirol, daß  Deutsche, Österreicher & Schweizer alles besser können in vielen Bereichen. Das ist nicht so. Natürlich sind die Österreicher sehr fit, die Schweizer meine ich auch, aber Hoteliers aus Deutschland haben noch etwas aufholungsbedarf. Aber dazu sind ja solche eMarketing Days da.

Ich glaube bei meinen nächsten Vortrag (sollte es einen geben) werde ich weniger Lampenfieber haben.  Und das grüne Chquet ist dann auch wieder dabei

Übrigens hier die Tweets zum eMarketing Day

HSMA – ich bin eingeladen

6. April 2010 von admin

lang lang ist er her mein letzter Beitrag.  Durchaus positiv wenn man nicht zum Bloggen kommt – denn dann hat man wichtigere Sachen zu tun :) (oder das Timemanagment ist extrem schlecht)

hsma2

Morgen geht es nach München zur HSMA. Bin eingeladen worden einen Vortrag über SEO im Tourismus zu  machen beim E-Marketing Day 2010.

Mal sehen wie es wird. Hoffentlich verstehen mich die Zuhörer auch. In meiner Session haben sich schon mal 68 Leute angemeldet. Insgesamt sind über 150 Teilnehmer – und zum Schluss darf ich dann noch an der Podiumsdiskussion teilnehmen was nach dem Web2.0 Hype da bleibt.

Sehr gespannt was da abgeht. Mal sehen ob deutsche Touristiker meinen Südtiroler-Slang auch verstehen ;)

Die Präsentation ist fertig und die Koffer bald gepackt.

Ich werde berichten….

Buchungen über Facebook

18. März 2010 von admin

Ja es gibt mich noch! Mega-Stress zwischen beruflichen Veranstaltungen, etwas Urlaub und natürlich Arbeit. (demnächst berichte isch ausführlicher was ich so alles getrieben habe)

Deshalb fällt der Post auch so kurz aus.

Also funktionieren nun Buchungen über Facebook? Auf Tourismuszukunft wurde ja schon heftigst diskutiert. Bin auch eher skeptisch momentan – aber in Zukunft sicherlich ein Thema.

Was Facebook momentan dem Hotelier bringt. Natürlich Gästebindung, Sichtbarkeit und bei guten Geschichten ein gewisse Viralität. Perfekt läuft es wenn die Fans von einem Hotel anderen Facebook-Usern das Hotel nahe legen.

Wie z.B hier… SUPER – ich denke die Anfrage von Luisa dürfte schon im Posteingang sein.

Mund zu Mund Werbung wirkt!

facebook-gaeste

danke an Antonietta

Unverschämte Portalbetreiber

24. Februar 2010 von admin

Die Sitten bei Onlineportalen werden immer unverschämter. Habe den letzten Tagen einiges erlebt

z.B: habe ich letztens bei einem Portal gekündigt das 500 Euro kostete. Um den Eintrag zu halten hat er daraufhin den selben Eintrag um 200 Euro angeboten. Na bravo, also wurde ich im ersten Jahr verarscht….

Ein anderer will vor Gericht gehen, da die Kündigungsfrist laut ihm um 1 Tag versäumt wurde!!! Kostenpunkt um die 500 Euro…

Aber hier schlägt es nun 13!!!

Die Antwort auf eine andere Kündigung:

Sehr geehrte Frau XXXX,

Ihre Kündigung bezüglich der Darstellung unter xxx.com haben wir erhalten.
Seit Januar 2009 haben wir 3670 Kontakte zu Ihrer Homepage hergestellt, nur über xxx.com.
Wir haben aber weit über 20 weitere Internet-Adressen, auf denen Ihr Haus zusätzlich kostenlos präsentiert wird,
in denen aber im Gegensatz zu xxx.com kein automatisches Zählwerk eingebaut ist.
Mir persönlich ist es vollkommen unverständlich, wie Sie leichtfertig hier ein Chance vergeben,
neue Kunden aus Deutschland zu gewinnen.

Unsere Kontakte erfolgen nicht massen haft über Suchmaschinen, sondern zu über 80% durch direkte Anwahl der Kennung xxx.com ,
einer Adresse, die ich persönlich als Journalist in großen deutschen Zeitungen bekannt mache, für die ich seit über 30 Jahren tätig bin.
Aber es ist natürlich Ihre Entscheidung, die wir so akzeptieren, wenn es mir auch sehr leid tut.

Nicht meinetwegen, sondern leid tut es mir für Ihre Haus.
Die Deutschen machen nahezu 70% der Gäste in Südtirol aus. Sie können mir glauben:
Der Anteil wird sehr bald geringer werden, nicht nur weil die Zeiten schlechter werden, sondern weil Sie nichts dafür tun,
dass Ihre nun älter werdenden Gäste bequem nach Südtirol gelangen können.

Ich fahre mit meiner Familie sein fast 40 Jahren nach Meran. Eine Wegstrecke hier aus Nordrhein-Westfalen sind ganau 1000 km.
Mir fällt es nun zunehmend schwerer, diese lange Autofahrt auf mich zu nehmen – und fliegen kann man ja nicht zu Ihnen,
bei dem lächerlich Flughafen in Bozen und den draus resultierenden kleinen Fliegern.
Selbst wenn man aus Hannover fliegen würde mit einer Propellermaschine , steht man ja in Bozen verlassen da,
weil Sie offensichtlich keinen gemeinsamen Transfer organisieren können oder wollen.

Wenn die Zeiten noch so gut wären für Ihre Region wie vor Jahrzehnten,
hätte ich ja nicht ein Dreivierteljahr auf Ihre Bezahlung der Rechnung warten müssen.
(Ich hoffe sehr, Sie werden die Rechnung jetzt umgehend begleichen)

Wenn Sie die Deutschen als Gäste nicht mehr benötigen, setzen Sie doch auf die paar Schweizer, damit sie die Lücke füllen können.
(Wir haben übrigens auch die Adresse: xxx.ch, die zu xxx.de führt.)

Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute.

Mit freundlichem Gruß in meine zweite Wahlheimat Südtirol

xxx