Es wird kooperiert ohne Ende

Das Kooperationsfieber geht in Südtirol um sich. Die Zeit ist vorbei wo jeder noch sein eigenes Süppchen kochte. Besonders der Tourismus ist hier zu nennen.

Viele Hotels schließen sich zusammen und bewerben sich gemeinsam. Sicherlich lobenswert, ganz nach dem Motto zusammen sind wir stark. Aber nicht nur Gastwirte fusionieren, auch Tourismusvereine.

Gerüchten zur Folge möchten sich die Tourismusverine Klausen, Barbian, Lajen, Villanders und Feldthurns zusammenschließen. Sie präsentieren sich auch schon zusammen als Top5Südtirol. Ob ich Top5 mit diesen Orten assoziiere ist eine andere Frage….

Eine logischer Schritt. Die Gebiete Villanders, Barbian, Lajen, Feldhurns sind eigentlich sehr strukturschwach. Klausen selbst hat den “Stadtvorteil”. Mit dem Zusammenschluß (sorry wenn ich es so krass ausdrücke) haben auch die anderen Tourismusorte eine Berechtigung auf dem Markt. Natürlich verfolge ich die weitere Entwicklung und wünsche jetzt schon gutes gelingen. Es ist eben nicht leicht im Eisacktal… also ich aus Olang möchte mit denen nicht tauschen (touristisch und auch gesellschaftlich – einige wissen wie ich das meine :) )

Aber sehen wir mal bei uns im Pustertal um. Gibt es hier auch Fusionsfälle? Ich denke ja. Nehmen wir mal Terenten, Kiens und vielleicht noch Pfalzen her. Alle 3 sind eigenständige Tourismusvereine. Soweit ich weiß arbeiten die TV’s schon zusammen, aber die Frage stellt sich schon ob eine totaler Zusammenschluß nicht für alle von Vorteil wäre. Ich formuliere das vielleicht eintretende Ergebnis einfach mal so: “Die hälfte Kosten, das doppelte Angebot”.

Man würde auch in der Crontour mehr Gewichtung erhalten (ich will hier niemand unterstellen, daß einige TV’s mehr Mitsprache haben ;) ) Naja, vielleicht kommte es ja noch so wie ich es dargestellt habe. Ein weiterer Fall zu nennen wäre Olang Rasen/Antholz. Das Thema stand schon mal zur Diskussion. Den einzigen Vorteil den ich für Olang sehe wäre wahrscheinlich die Herabstufung von der Touristisch Hochentwickelten Zone (oder wird die Einstufung auf Gemeindebene durchgeführt? bitte klärt mich auf). Natürlich ein weiteres Plus ist der Biathlon Weltcup in Antholz. Ich habe nochmal was gehört von einer EU-Förderung für touristische Grenzgebiete. Ob es die noch gibt??? Aber ansonsten ein recht einseitiges Geschäft für Olang. Im Hochpustertal kenne ich mich zu wenig aus um hier ein Urteil zu schreiben.

Auch die Hotelkooperation sprießen wie Pilze aus dem Boden. 3/4 davon sind in die Tonne zu treten. Ohne klares Konzept, Partner mit verschiedenen Zielen, Mitglieder aus unterschiedlichsten Einstufungen. Das wohl erfolgreichste Konzept dürfte jenes der Dolcevitahotels sein. Dafür ein Bravo (und ich war immer noch nicht bei euch im Urlaub, aber vielleicht nimmt sich mal EINE mir an und fährt mit mir in Richtung Vinschgau :) ) Durch das Konzept hat besonders auch das Dorf Naturns profitiert…

Soweit ich weiß ist aber auch die eine oder andere Hotelkooperation im Pustertal im Gespräch. Bin gespannt was die Zukunft bringt, und werde natürlich meinen Senf dazu geben


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5 Reaktionen zu “Es wird kooperiert ohne Ende”

  1. Haiko

    Eine Kooperation ganz anderer Art habe ich in Deutschland mit einem sehr hoch klassifizierten Hotel aus Olang erlebt.

    Es kooperiert mit einer deutschen billig Supermarktkette, die Reisen über Gewinnspiel in Ihrem Wochenangebotsprospekt zu diesem Hotel anbieten.

    Hat mich sehr gewundert, dass genau dieses Hotel einen solchen Weg an Gäste zu kommen nötig hat.

  2. admin

    Billige Supermarktkette? Ob das die richtige Zielgruppe ist…
    Handelt es sich um ein Hotel in Mitterolang nehme ich an

  3. i

    Bergsternzeichenhotel Zirm am Park – geile Kooperation!

  4. admin

    :) ich kenne noch ein paar witzige Kooperationsmöglichkeiten. Aber die tauschen wir uns heute Abend am besten vor Ort aus

    Ich wurde aufmerksam gemacht, daß das das alte Logo aus dem Eisacktal ist. bitte um Verziehung… Ich tausche es bei Zeit aus

  5. Haiko

    Richtig, jenes wo “die Parkhauseinfahrt gegenüber einer Pizzeria” liegt

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